Texte, die die Welt nicht braucht

31.10.05

pseudolinke soziangie

OK, lange nichts geschrieben in diesem Blog. Ich wollte mir Zeit lassen für dieses Outing: Ja, ich bin ein Sozi - sogar ein linker.
Aber ich bin garantiert nicht schuld, dass eine Person, die nicht nur äußerlich (dumpfer Blick, rote Haare)in die Linkspartei passt, zur neuen Generalsekretärin der Organisation wird, die monatlich 2,50 Euro von meinem Konto abbucht.
23 : 14 Stimmen für die Person, die schon unfähig war, die Jusos anzuführen. Das sind mehr als doppelt so viele Stimmen wie Linke im Parteivorstand. Welche interessen da eine Rolle gespielt haben, wäre natürlich mal interessant.
Für die meisten Genossen und auch für viele Außenstehende - Gruß an Edmund - steht fest: Die Parteilinken seien schuld.

Aber wie konnte so eine pseudolinke Tante überhaupt soweit aufsteigen? Durch Erfolge ist sie als Juso-Vorsitzende und Vorsitzende der Projektgruppe Bürgerversicherung jedenfalls nicht aufgefallen. Deshalb folgende Verschwörungstheorie:
Die neue Mitte(lmäßigkeit) der Partei wollte, dass die Linke so wenig Macht wie möglich bekommt. Gleichzeitig sah man aber die Notwendigkeit einer Quotenlinken, die sozusagen als Pluralitätskasper in der Führungsetage rumgeistern darf. Also suchte man sich die unbeliebteste und dämlichste Person unter den Linken: Andrea Nahles. Und plötzlich passierte das, was keiner - nicht mal die meisten Linken - wollten. Andrea Nahles ist (fast) Generalin der SPD.
Nach dieser - zugegeben etwas gewagten - Theorie tun sich doch parallelen zu einer anderen großen Partei auf. Ist Andrea die Angie der SPD?
Hauptsache, sie wird nich auch noch Kanzlerkandidatin.